Was kann ich für die Umwelt tun?
Was kann ich für die Umwelt tun?
Toward The Past: Was kann ich für die Umwelt tun?

Wie der Klimawandel die Tierwelt bedroht

7.2.18

Durch die Erderwärmung verschwindet der Lebensraum vieler Tiere. Für den Eisbären, die Pinguine und für die Robben könnte das sogar tödlich enden.

Die Vögel ziehen durch den Klimawandel später in Richtung Süden und kommen früher zurück. Manche machen sich nicht einmal mehr auf den Weg. Den Kuckuck trifft es am schwersten, da er erst im April wiederkommt, wenn  die Brutzeit eigentlich schon zu Ende ist. Somit kann er seine Eier nirgendwo mehr unterbringen. Dadurch vermehrt er sich nicht mehr und stirbt aus.

Vom Braunbären bis zum Murmeltier, alle Tiere, die Winterschlaf halten, müssen auch eine große Umstellung durchmachen, weil sie ihren Winterschlaf später beginnen und früher erwachen. Manche Tiere sterben dann, weil sie in der Kälte keine Nahrung finden.

Auch Sumpfschildkröten sind vom Aussterben bedroht, da die männlichen Sumpfschildkröten bei einer Temperatur über 29,5 Grad Celsius kaum noch schlüpfen. Und ohne männliche Sumpfschildkröten können keine anderen Sumpfschildkröten geboren werden. Auch Weichtiere wie Frösche oder Kröten verlieren ihren Lebensraum, da er austrocknet. Oder die betroffenen Tiere trocknen aus.

Viele neue Tierarten wandern Richtung Norden, weil es im Süden zu heiß wird.

Wir haben Claudia Jülich, Biologin vom Wildpark Schwarze Berge zu diesem Thema befragt und Antworten bekommen.

Haben sie in Ihrem Park Veränderungen wegen des Klimawandels bemerkt?

Jülich: Einige Tiere in unserem Park zeigen Veränderungen, die auf wärmeres Klima hindeuten können. Es ist allerdings immer schwer zu unterscheiden, ob das Verhalten mit einem veränderten Klima zusammenhängt oder mit der Gehegehaltung, die zum Beispiel eine ganzjährige Versorgung mit Futter und Wasser bedeutet und das Vorhandensein von geschützten Unterkünften.

Welche Tiere, glauben Sie, sind betroffen?

Jülich: Betroffen sein könnten Tiere, die bei kälteren Temperaturen deutlich andere Verhaltensweisen zeigen, zum Beispiel Igel, Dachs und Braunbär, die Winterschlaf oder Winterruhe halten. Die Rothirsche beginnen ihre Brunft bei eher kühleren Temperaturen und die Reptilien fallen in eine Winterstarre. Bei diesen Tieren konnten wir allerdings bisher keine Änderung im Verhalten feststellen.

Müssen sich die Tiere wegen der Temperatur bei Ihnen umstellen?

Jülich: Tiere, die in Gehegen gehalten werden, müssen ihr Verhalten vermutlich nicht stark verändern, da sie für die Grundversorgung nicht von der Jagd oder dem Nahrungsangebot in der Natur abhängig sind. Wildlebende Tiere müssen sich anpassen. Ein extremes Beispiel wäre hier der Eisbär, der eigentlich im Packeis jagt und sich neue Nahrungsquellen suchen muss. In die andere Richtung geht das Verhalten einiger wildlebender Zugvögel. Einige Störche fliegen beispielsweise nicht mehr in südlichere Gebiete, weil es hier ganzjährig genug Nahrung gibt.

Müssen Sie Veränderungen des Tierparks oder der Gehege vornehmen?

Jülich: Bislang gibt es keine Notwendigkeit, an unserem Park etwas zu ändern.

Was ist Ihre Meinung zum Klimawandel?

Meines Erachtens ist es eine Tatsache, dass sich das Klima schneller verändert, als es normalerweise der Fall wäre und dass dies auf den Einfluss der Menschen zurückzuführen ist. Klimaveränderungen gab es in der Erdgeschichte immer wieder und dabei sind auch immer wieder Lebensräume verloren gegangen und Tierarten ausgestorben. Dieser Prozess ist heutzutage ebenfalls beschleunigt und außerdem bekommen wir durch die bessere weltweite Vernetzung mehr davon mit.

Lisa und Leila, 6b