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Soziales Curriculum

Erfahrung durch Selbsterfahrung

Das Soziale Curriculum unserer Schule soll die bereits vorhandenen “life skills” unserer Schüler stärken und festigen. Viele Konflikte entstehen erst in der Gruppe und sollen möglichst auch hier gelöst werden. Konflikte zu vermeiden bzw. nachhaltig zu lösen üben wir gezielt, indem wir im Klassenverband verschiedene Übungen zum sozialen Lernen durchführen.
Die Inhalte des Sozialen Curriculums werden regelmäßig innerhalb einer Projektwoche vermittelt und im Unterrichtsalltag geübt, reflektiert und vertieft. Ein wichtiger Ort des sozialen Lernens ist dafür auch die wöchentliche Klassenratsstunde in den Jahrgängen 5 bis 7.

Soziales Curriculum am Gymnasium HochradKlasse 5: Gemeinsam Klasse sein

Hierbei handelt es sich um ein Präventionsprogramm, mit dem einerseits die Klassengemeinschaft gestärkt und andererseits gezielt Mobbing vorgebeugt werden soll. Die Schüler erleben und besprechen unter anderem, wie wichtig Regeln und ihre Einhaltung für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben sind und wie wir vermeiden können, unsere Mitmenschen durch Worte zu verletzten.

Das Konzept wurde von der Beratungsstelle Gewaltprävention in der Hamburger Behörde unter der Leitung von Frau Christina Großmann entwickelt. Es berücksichtigt altersgemäß auch das Medium Internet und die Gefahren des Cybermobbing.

Klasse 6: Teamentwicklung im Klassenraum

In dieser Projektphase ist, angelehnt an die Ideen von Heinz Klippert,  Gruppenarbeit Methode und Inhalt zugleich. Die Schüler probieren verschiedene Gruppenarbeitsphasen aus – vom Legespiel ohne Worte bis zum Turmbau aus Papier – und erstellen dann ein klasseneigenes Regelwerk für die künftige Arbeit in Gruppen.

Ebenso erfahren und üben die Schüler , wie produktiv – auch für eine anschließende Gruppenarbeit – Stillarbeit und Partner-Arbeit als Methoden sind.

Soziales Curriculum am Gymnasium Hochrad

Klasse 7: Chancen und Risiken digitaler Medien

Hier werden der Schutz persönlicher Daten im Netz, selbstbestimmte statt abhängige Nutzung des Handys, Methoden der Internetrecherche und insbesondere die verantwortungsbewusste Nutzung des Handys in social media (Stichwort „cyber-mobbing“) thematisiert.  Ein weiteres Thema sind online–Spiele.

In 2018 findet innerhalb dieser Woche erstmals eine Schulung aller Klassen durch Referenten des Chaos Computer Club Hamburg („Chaos macht Schule“) statt. Themen sind der Schutz eigener persönlicher Daten, aber auch der Privatsphäre Dritter, und die Methoden, durch Algorithmen u. a. die Informationen im Netz zu selektieren und zu manipulieren.

Klasse 8:  Suchtprävention

Hier steht die Information und das Gespräch über Wirkungsweisen und Konsumgründe von Alkohol und Cannabis bzw. Marihuana im Vordergrund. Abhängiger Gebrauch von Internet und Computerspielen ist ein weiteres Thema.

Es geht nicht um Dämonisierung dieser Drogen, sondern um Reflexion der Motive, die jeden Menschen abhängig werden lassen können, und um die Stärkung der Ich-Fähigkeiten der Schüler, die ihnen ermöglichen, „Nein“ zu sagen und konstruktiv „Spaß zu haben“.

Die Projektwoche enthält einen Besuch jeder Klasse im Krankenhaus Rissen, Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen, mit Arzt- und Patientengespräch.

Klasse 9: Betriebspraktikum

Am Ende des ersten Halbjahres (Januar) absolvieren die Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum, das in erster Linie die Aufgabe hat, erste berufsorientierende Erfahrungen von betrieblicher Arbeit zu gewinnen und die Schritte einer Bewerbung gründlich zu üben.

Darüber hinaus erleben die Schüler die Bedeutung sozialer Fertigkeiten wie z.B. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Disziplin innerhalb der von Neuntklässlern oft so genannten „realen Welt“. Diese Erfahrungen werden im Anschluss in Gesprächen über die eigene Haltung zur Schule und zum Arbeitsleben thematisiert.

Klasse 10: Sozialpraktikum

Am Ende der 10. Klasse führen die Schüler ein dreiwöchiges Sozial-Praktikum durch. Die Schüler besuchen z.B. Einrichtungen der Altenpflege, integrative Kindertagesstätten, Einrichtungen der Behinderten- oder Obdachlosenhilfe und künftig, wenn möglich, auch Einrichtungen der Flüchtlingshilfe.

In Besuchs-Gesprächen mit den betreuenden Lehrern und Mentoren wird über positive und problematische Erfahrungen vor Ort gesprochen, in einem schriftlichen Bericht reflektieren die Schüler ihre Erfahrungen und Selbsterfahrungen in diesem zuerst vermutlich „fremden“ Bereich.

Zuletzt aktualisiert am: 26. Januar 2018.

Ansprechpartner:

Christian Rave-Borger

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