Klima ist nicht gleich Wetter
Klima ist nicht gleich Wetter
Fünf Fakten über … das Helfen
Fünf Fakten über … das Helfen
Toward The Past: Klima ist nicht gleich Wetter
Toward The Future: Fünf Fakten über … das Helfen

Inwiefern ist Hamburg vom Klimawandel betroffen?

25.4.18

In den Nachrichten, in der Zeitung, im Netz und sogar in diesem Blog wird ja momentan sehr viel über den Klimawandel berichtet. Man denkt sich dann meistens: „Ja, ok, irgendwo ganz weit weg steigt jetzt der Meeresspiegel. Na und? Das betrifft mich ja nicht! Ist mir jetzt auch egal.“

STOP!!!!!!!!!!!! SO IST DAS ABER NICHT!!!!!

Wenn wir nichts tun, wird hier in Hamburg, wo wir zwischen Nordsee und Elbe liegen, alles andere als gar nichts passieren. Deshalb habe ich beim Naturschutzbund (NABU Hamburg) angerufen und einem Umwelt-Experten einige Fragen gestellt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das Interview!

Frage: Wie genau sind wir hier in Hamburg denn eigentlich vom Klimawandel betroffen?

Antwort NABU: Ihr habt bei dem Thema „Klimawandel“ sicherlich schon mal von der Erderwärmung gehört. Wenn es wärmer wird, dehnt sich Wasser aus, und wenn der Meeresspiegel steigt, sind wir in Hamburg auf jeden Fall betroffen. Wenn das passierte, müssten wir natürlich unsere Deiche erhöhen.

Es würde im Winter wahrscheinlich auch mehr Sturmfluten geben, und im Sommer wäre es sehr warm, und dann würde der Meeresspiegel in Kleingewässern wie z.B. der Alster sinken, und Bäche die von diesen Kleingewässern ausgehen, würden teilweise vielleicht austrocknen. Die Fische, die in diesen Bächen leben würden, würden dann wegschwimmen oder sterben. Dann hätten wir in Hamburg auch keinen frischen Fisch mehr.

Und was können die Einwohner tun, um sich zu schützen?

Antwort NABU: Es ist eigentlich die Aufgabe des Staates, Maßnahmen zu treffen, zum Beispiel Deiche zu bauen. Die Leute, die in tiefliegenden Gebieten wohnen, können auch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Noch eine Sache ist, dass es in der Innenstadt viel Beton gibt, und dadurch kann im Sommer die Hitze nicht gut entweichen. Durch diese Hitze werden Kinder und alte Leute geschwächt. Deswegen müsste die Stadt Hamburg mehr Büsche und Bäume pflanzen.

Sind andere Küstenstädte (z.B. Bremen oder Stralsund) auch betroffen?

Antwort NABU: Schon, aber anders. Stralsund ist ja zum Beispiel an der Ostsee, wo auch der Meeresspiegel steigt. Und Bremen liegt ja eigentlich ziemlich weit im Inland, also nicht wirklich an der Küste, aber es liegt an der Weser und deswegen wird es dort auch Sturmfluten geben. Aber Städte die an der Küste sind, werden sowieso Maßnahmen treffen.

Und wie ist das mit Küstenstädten in anderen Ländern, wie beispielweise in den Niederlanden?

Die Niederlande liegen sowieso unter dem Meeresspiegel, deswegen haben sie sowieso schon extrem gute Deiche.

Könnte die Stadt Hamburg theoretisch Autos verbieten und dann wäre alles wieder gut?

Es hätte keine sehr große Auswirkung auf den Klimawandel, wenn die Bewohner von Hamburg nicht mehr Autofahren würden, weil Hamburg ja nur ein kleiner Fleck auf der Welt ist. Wenn wir weniger Flugzeug fliegen würden, wäre das schon besser, weil Flugzeuge viel schlimmer sind als Autos. Es würde sich allerdings sehr positiv auf die Stadtluft auswirken, wenn wir weniger Auto fahren würden, allerdings müsste der Ersatz, mit dem man stattdessen fährt, auch weniger Co2 ausstoßen.

Trägt der AIRBUS Flughafen in Finkenwerder (südlich der Elbe) viel dazu bei wie der Klimawandel sich hier auswirkt?

Wie ich schon sagte, ist der Klimawandel ein globales Phänomen, und Hamburg nur eine einzelne Stadt. Außerdem stellt Airbus nur Flugzeuge her, und es starten und landen nicht so viele wie z.B. in Fuhlsbüttel. Wenn allerdings die komplette Weltbevölkerung nur halb so viel fliegen würde, würde sich das schon stark bemerkbar machen. Leider sind die Menschen aber nicht bereit zu verzichten.

Wie man sieht, muss der Klimawandel also dringend gestoppt werden, wenn wir wollen, dass die Küstenstädte weiterhin sicher bewohnbar sind.

Wer weiß, vielleicht könnt ihr eure Eltern beim nächsten Urlaub dazu überreden, mit dem Zug zu fahren anstatt zu fliegen.

Elisabeth Franz, 7e