Hamburg wächst – und mit der Stadt steigen auch die Anforderungen an einen modernen und leistungsfähigen Nahverkehr. Die neue U5 soll darauf eine Antwort sein: Auf rund 29 Kilometern entstehen 24 neue Haltestellen, später sollen täglich etwa 345.000 Fahrgäste mit ihr unterwegs sein. Die Linie wird vollautomatisch fahren und in Spitzenzeiten im 90-Sekunden-Takt verkehren. So sollen unter anderem Steilshoop, Bramfeld, die City Nord, die Universität und das UKE besser miteinander verbunden werden. Die ersten Teilstrecken sollen bereits ab 2029 in Betrieb gehen, während die vollständige Fertigstellung der gesamten Linie für etwa 2040 geplant ist. Die Kosten für das Projekt liegen nach aktuellen Schätzungen bei rund 14 bis 16,5 Milliarden Euro.
Im Unterricht bei Herrn Ecks haben wir das Thema nicht nur besprochen, sondern hautnah erlebt. Zuerst kamen ein Ingenieur, welcher mitverantwortlich für den Bau der U5 ist, sowie Vertreter*innen der HOCHBAHN zu uns in den Geographie-Unterricht. Sie stellten uns das Projekt der U5 vor und standen anschließend unseren zahlreichen Fragen Rede und Antwort. Es war sehr interessant, direkt mit verantwortlichen Personen über die Abläufe, Bauweisen, Kosten und Beteiligungsprozesse zu sprechen!
Besonders spannend war zudem das Rollenspiel mit Gästen von der HOCHBAHN, bei dem unterschiedliche Positionen zur U5 deutlich wurden. Dabei ging es um Chancen wie bessere Anbindung, kürzere Wege und weniger Autoverkehr, aber auch um kritische Punkte wie hohe Kosten, lange Bauzeiten und die Belastung durch Baustellen für Anwohner*innen. Genau diese Mischung aus Perspektiven hat das Projekt für uns interessant gemacht, weil klar wurde, dass hinter so einer neuen Bahnlinie viel mehr steckt als nur ein Bauplan.
Ein echtes Highlight war unser abschließender U5-Baustellenbesuch in Steilshoop. Dort konnten wir direkt sehen, wie groß und aufwendig der Bau einer neuen Station ist. Die riesige Baugrube, die Maschinen und die vielen sichtbaren Arbeitsschritte haben das Projekt plötzlich ganz greifbar gemacht. So wurde aus einem Thema im Unterricht ein echter Blick in die Zukunft Hamburgs — und in die Frage, wie eine wachsende Stadt nachhaltig mobil bleiben kann.
Autor*innen: Maximilia Kaul & Maximilian Utermöhlen (Global Village Profil)