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Forscher fragen- Mediziner im Gespräch

28. April 2017


Biologie

>Geheime Genome!? – Gerade wurde uns noch suggeriert, das Genom sei seit 2001 entschlüsselt, da erhielten wir die Einladung des Körber-Forums. Es war unser zweiter Besuch der Veranstaltungsreihe „Forscher fragen“, bei der renommierte Wissenschaftler den Zuhörern Frage und Antwort stehen.

Diesen Montag war Prof. Rolf Horstmann, Leiter des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, zu Gast, der sich die letzten Jahre intensiv mit Malaria, Ebola, Gelbfieber u. ä. Tropenkrankheiten auseinandergesetzt hat. Immer wieder fielen den Mitarbeitern in Ghana und Hamburg Menschen auf, die gegen diese Krankheiten immun waren und so ergab sich die Frage: Was unterscheidet Gesunde und Kranke?

Auf der Suche nach einer Lösung untersuchten sie die Gene und wurden fündig – allerdings nicht in den erwarteten Bereichen. (Jetzt war biologisches Vorwissen nützlich):  Bislang wurden nämlich nur die Strukturgene eindeutig entschlüsselt. Das sind die Gene, die den Aufbau eines Enzyms oder Proteins entschlüsseln, das als Baustoff im Körper dient – nur diese machen gerade mal 2 % aus! Alle anderen Informationen, die die DNA beherbergt, wurden bislang als unbedeutend abgetan (98%!). Das Bernhard-Nocht-Institut konnte schließlich nachweisen, dass genau in diesen Abschnitten der Schlüssel liegt, und daraus ein erstes Modell entwickeln, wie diese Gene miteinander in Kontakt treten.

Wie viel Forschung wird noch vor uns liegen, um von diesem Wissen zu profitieren? Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkte etc. können nach wie vor nur unzureichend behandelt werden. Das Problem vieler Medikamente, die heute nicht zugelassen werden, weil sie dem einen zwar helfen, bei anderen jedoch fatale Nebenwirkungen haben, könnte mit diesem Ansatz gelöst werden.

Spannende Fragen für ein Profil mit dem Titel „Klare Diagnose!?“ . „Warum springt die Pharmaindustrie noch nicht auf?“, „Wie lange wird es noch dauern, bis wir die Rätsel gelöst haben?“ Antwort (zögerlich): „Na, so 100 Jahre…“ Es gibt also einiges zu tun!

Vielen Dank an das Körber-Forum für diesen interessanten Abend, der durch die Moderation von Johannes Büchs, ARD, trotz des anspruchsvollen wissenschaftlichen Niveaus spannend blieb.

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