Am 14.1.2026 erhielten Eltern und Interessierte beim Florida-Abend Einblicke in den seit den 1980ern bestehenden USA-Austausch unser Schule. Auch Schüler und Schülerinnen, die nicht als Mitglieder der Sunshine Band in Florida waren oder einem früheren Zeitpunkt in Florida waren, waren gekommen, um sich auf die Reise nach Florida mitnehmen zu lassen.
Die Schüler und Schülerinnen hielten beeindruckende Reden, selbstverständlich auf englisch, in denen sie ihre Eindrücke aus dem Alltag der Gastfamilien, den kulturellen Unterschieden und dem Schulsystem schilderten und reflektieren. Ein Filmprojekt fing die tolle Gemeinschaft der Band, die durch solche eine Reise entstehen kann, großartig ein.
Insgesamt wurden die SchülerInnen sehr herzlich in den Gastfamilien aufgenommen und deren Alltag eingebunden. In den Gastfamilien durften sie die unterschiedlichsten kulinarische Erfahren machen, Pancakes backen, Austern probieren, südamerikanisches Essen genießen, aber in einigen Familien wurde auch nur auswärts gegessen und nicht oder kaum gekocht.
Dadurch, dass die Band eine Woche an einer Schule in Tampa verbrachte und eine Woche an einer Schule in Miami lernten die Schülerinnen das amerikanische Schulsystem an zwei Schulen kennen, bewunderten die Ausstattung der beiden (privaten) Schule und erlebten in Miami auch eine kirchliche Schule mit Schuluniform und eigener Kapelle. Die starke Identifikation mit der Schule und das Zugehörigkeitsgefühl wurde von der Band als besonders positiv erlebt. Gleich bei der Ankunft gewann die Volleyballmannschft der Schule die State Championships. Das Endspiel wurde live in die Klassen und die Bibliothek übertragen und gesamte Schule feierte den Sieg.
Bei zwei biologischen Exkursionen mit dem Kanu auf dem Rainbow River und mit dem Boot in den Everglades hatte die Band jede Menge Spaß, lernte aber auch die Flora und Fauna Floridas hautnah kennen. Auch hierhin wurden die Zuhörer beim Floridaabend mitgenommen.
Besonders anhand des Vortrags über den Veterans Day, den die Band in Miami erlebte, wurde aber deutlich, welch unvergleichliche Erfahrungen der Austausch ermöglicht. Bereits hier berichtete Frau Motzek, die die Band als Betreuerin begleitete, eindrücklich, wie bereichernd die Teilnahme der SchülerInnen am Veterans Day war, aber auch wie bewegend es für die Veteranen und die Schulgemeinschaft war, dass die deutsche Band an dieser Ehrung aufmerksam teilnahm und die Nationalhymne gemeinsam mit den Gastgebern spielte. Am Floridaabend wurde der Umgang mit diesem Feiertag und die Darstellung der Einsätze der USA an diesem Feiertag reflektiert und kritisch hinterfragt.
Gerade dies verdeutlichte, welch ein Geschenk diese prägenden Erfahrungen für die SchülerInnen sind. Zudem trugen sie mit dem verbindenden Element der Musik in den Schulen, den Gastfamilien und bei den Veteranen als Botschafter zur Toleranz und zur Völkerverständigung bei. Solch eine Erfahrung fördert das kritische ebenso wie das tolerante Denken und Reflektieren, aber der Austausch ist nicht zuletzt ein unglaublich wichtiger Beitrag für die Völkerverständigung, gerade in diesen unruhigen Zeiten.
(Kristian & Annika Ludwig)