Ein Team aus vier Schülerinnen und Schülern des aktuellen S4-Global-Village-Profils hatte sich für das Bundesfinale des renommierten Wettbewerbs „Schulbanker“ qualifiziert. Der vom Bankenverband organisierte Wettbewerb findet im gesamten DACH-Raum statt – nur die 20 besten Teams schaffen es ins große Finale nach Berlin.
An diesem Wochenende ging es – trotz laufender Abiturklausuren – für die Gruppe, begleitet von ihrer Lehrerin Frau Tietzel, in die Hauptstadt. Am Samstagmorgen startete die Reise in Altona. Kurzfristig musste Zuzanna krankheitsbedingt absagen, doch Lukas, Carl und Jule vertraten das Team mit großem Engagement. Bereits am ersten Tag wurden zwei intensive Spielrunden absolviert, am Sonntag folgten drei weitere. In jeder Runde steuerten die Teilnehmenden ihre eigene Bank: Sie trafen Zinsentscheidungen auf Aktiv- und Passivmärkten, reagierten auf konjunkturelle Entwicklungen und entwickelten Strategien für Einlagen bei der Bundesbank, die Gestaltung ihres Filialnetzes sowie den Ausbau digitaler Angebote.
Zwischendurch blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Neben kurzen Essenspausen sorgte eine Sonntagschallenge für Abwechslung: Beim Bau eines möglichst weit fahrenden Ballon-Autos konnten sich die Teams zusätzliches Marketingbudget erspielen. Die „Tucka Bank“ vom Hochrad setzte sich hierbei gemeinsam mit einem weiteren Team erfolgreich durch. Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag zum Thema Cybersicherheit. Nicht immer lief alles reibungslos: Mehrfach musste das Team auf Notkredite zurückgreifen, Zinsen wurden teilweise zu niedrig angesetzt, und auch der Interbankenhandel verlief nicht immer wie geplant.
Dennoch blieb die Motivation ungebrochen – nicht nur wegen der attraktiven Preisgelder für die drei Erstplatzierten, sondern auch aufgrund des spannenden Wettbewerbs und der Begegnungen mit anderen Teams. Über Ländergrenzen hinweg entstanden neue Kontakte und freundschaftliche Verbindungen. Mit viel Einsatz, Durchhaltevermögen und einer guten Portion Humor traf das Team seine Entscheidungen für die virtuelle Bank – auch in schwierigen Phasen und trotz mancher Rückschläge.
Am Ende wurde das Wochenende zu einer intensiven und lehrreichen Erfahrung, die neben wirtschaftlichem Verständnis vor allem Teamgeist, Flexibilität und Ausdauer eindrucksvoll unter Beweis stellte. Auch wenn es am Ende nicht für eine Platzierung auf den vorderen Plätzen gereicht hat, steht fest: Wir kommen gerne wieder!
Text und Bilder: Anna Tietzel