Skilangläufer qualifizieren sich mit 3 Teams für die Hamburger JtfO-Wettkämpfe in Bayern!
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Öffentliche Vortragsreihe zum Thema: Hamburg im Zeichen des Klimawandels am 21.01.2019
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Dem Klima auf der Spur

17. Dezember 2018


Geographie

Auf in den Weltraum

Nachdem der erste Startcountdown aufgrund von Materialermüdung 10 Minuten vorm Start leider abgebrochen werden musste, sollte am 13.12.2018 ein erneuter Versuch gestartet werden. Ziel war es, aktuelle Wetterdaten aus unterschiedlichen Höhen der Atmosphäre über Hamburg aufzuzeichnen. Dazu war die Luftfahrtbehörde und die Flugsicherung Hamburg Tower erneut von unserem Vorhaben mit einem Wetterballon in den Weltraum zu fliegen informiert und um Erlaubnis gebeten worden. Am Reitstall Klövensteen in Schenefeld sollte der Ballon mit den unterschiedlichen Messgeräten aufsteigen.

Bei eisiger Kälte bereiteten wir alles für den Start auf einer Weide vor. Auch dieses Mal sollte ein Materialschaden den Start behindern, aber nicht verhindern! Als unsere starken Jungs die Heliumflaschen zur Wiese geschleppt hatten, fiel uns auf, dass das Ventil, mit dem man das Helium in den Wetterballon pumpt, defekt war. Also musste Herr Kümmerling wieder in die Schule fahren, um ein funktionstüchtiges Ventil zu holen. 60 Minuten später waren er und das Ventil wieder in Schenefeld. Damit stand dann dem erfolgreichen Aufsteigen des Wetterballons auf eine Höhe von 37.000 Metern nichts mehr im Wege.

Länger und höher als der abgebrochene Flug Ende November sollte der neue Wetterballon Messdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Luftdruck, UV-Strahlung etc. erfassen. Ein weiteres Ziel war es, zu überprüfen, wie sich Zellen verhalten, die den UV-Strahlen ohne schützende Ozonschicht ausgesetzt sind. Dazu sollten Moospflanzen die Reise ins Weltall antreten. Erst nach 210 Minuten sollte die Messsonde im Raum Lauenburg wieder den Boden berühren.

Die Spannung stieg. Alle Knoten wurden noch einmal kontrolliert, der Flughafentower informiert und um 10:20 Uhr erhob sich der majestätische Wetterballon in die Lüfte, ständig gefilmt von unserem Kamerateam. Er zog nach Südwesten, überquerte die Elbe bei Stade und gelang dann mit dem Jetstream nach Osten. In einer Höhe von 36963,6 m war der Ballon durch den niedrigen Luftdruck auf über 12 m Durchmesser angewachsen und zerplatzte mit einem lauten Knall. Erst Minuten später konnte der Fallschirm das Trudeln der Sonde ausgleichen und alles sicher zur Erde bringen.

In der Zwischenzeit nahmen zwei Schüler mit Herrn Kümmerling die Jagd auf den Wetterballon auf. Am vorausberechneten Landepunkt im Ort Büchen warteten wir gespannt auf ein Zeichen unseres GPS-Senders. Dann kamen die Koordinaten: 53.38.45 N und 10.54.37 E, ein Famila-Parkplatz in Lauenburg. Nur knapp 10 km von unserem Vorhersageort entfernt.

Wir fuhren also schnell dorthin und holten unser Experiment gespannt und glücklich ab.

Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir dann wieder das Hochrad, wo wir von unseren Mitschülern freudig im Philosophieunterricht empfangen wurden und von unserer spannenden Fahrt berichteten.

N. Nysten

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